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Das kleine Schlüsseldienst-Lexikon

Das kleine Schlüsseldienst-Lexikon, Begriffe kurz erklärt

ABUS

Abus ~August Bremicker und Söhne~ produziert und liefert u.a. Schlösser, Zylinder und Absicherungen.

Anschlag

Der Anschlag am Schlüssel

Der Anschlag befindet sich in der Regel am Ende des Schlüsselprofils. Weil der Anschlag dicker und meistens abgesetzt vom Schlüsselprofil ist, lässt sich der Schlüssel nur bis zu dieser Stelle einführen. Der Schlüssel wird also dadurch in einer Position gestoppt, in der er die gewünschte Schließfunktion erfüllt. Es gibt auch das System, wo der Schlüssel an seiner Spitze anschlägt. Dann findet der Anschlag im Inneren des Zylinders statt. Wenn ein Schlüssel kopiert wird, muss entsprechend des Systems auch beim Einspannen des Rohlings dieser Anschlag gewählt werden.

Bart, der Schlüsselbart

Der Schlüsselbart

Der Name Bart, auch Schlüsselbart genannt, bezeichnet den Teil des Schlüssels, welcher in einem Schloss den Riegel bewegt, wobei eine oder mehrere Zuhaltungen weggedrückt werden. Bärte gibt es in den unterschiedlichsten Dicken und Formen. Alle Bärte aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Deshalb hier die gängigen Schlüsselbärte, die wohl jedem schon einmal begegnet sind: der Doppel-Bart, Buntbart, Vollbart, Chubb-Bart und Nutbart. Die beiden bekannteste Bärte sind wohl der Buntbart des Zimmertürschlüssels und der Doppel-Bart am Tresorschlüssel.

Börkey

Börkey produziert und liefert u.a. Schlüsselrohlinge und fertige Schlüssel.

CES

CES steht für C.Ed.Schulte. Die GmbH produziert und ist Lieferant u.a. von Zylinderschlösser.

Dietriche

Dietriche BB-Dietrich

Die abgebildeten 12 Dietriche sind zum öffnen von Chubbschlössern mit vier Zuhaltungen. Dietriche werden auch als Sperrwerkzeuge bezeichnet. Mit einem Dietrich kann ein Schloss auf- und abgesperrt werden. Das zweite Bild zeigt einen einfachen Dietrich, mit dem ein Schloss auf- und abgesperrt werden kann, das nur eine Zuhaltung besitzt. Den Begriff Dietrich gibt es in der deutschen Sprache seit dem 15. Jahrhundert und soll angeblich aus dem Wort Dieb, der damaligen Bezeichnung für Nachschlüssel Peterchen und der Verbindung zu Petrus mit dem Himmelsschlüssel zusammengesetzt sein.

DOM

Dom ist ein Unternehmen, dass u.a. Sicherheitstechnik herstellt und vertreibt.

DORMA

Dorma produziert und ist Lieferant u.a. von Lösungen für Zugänge wie beispielsweise Türschließer, Türschließ-Systeme und Systeme zum öffnen von Türen.

Einbausicherung

Die Einbausicherung mit Kreuzbartschlüssel

Eine Einbausicherung wird nachträglich in ein unsicheres Türschloss montiert. Als unsicheres Türschloss gilt das BB-Schloss, hauptsächlich in Zimmertüren, und das Chubb-Schloss. Beide Schlösser können mit einem Dietrich aufgemacht werden. Wenn eine Einbausicherung montiert ist, fällt der alte Schlüssel weg, weil er nicht mehr gebraucht wird. Das Schloss wird ab dann mit einem Kreuzbartschlüssel auf- und zugemacht.

Gelenkschlüssel

Der Gelenkschlüssel

Der hier abgebildete Schlüssel ist nicht verbogen, sondern es handelt sich um einen Tresorschlüssel mit Gelenk. Wenn eine Tresortür sehr dick ist, wird ein besonders langer Schlüssel benötigt, um im Inneren ans Schloss zu kommen. Und weil ein so langer Schlüssel nicht in jede Tasche/Hosentasche passt, wurde der Gelenkschlüssel konstruiert.

GEZE

Geze produziert und Liefert u.a. Systeme zum öffnen und schließen von Türen aller Art.

Hangschloss

Das Hangschloss

Das Hangschloss ist wohl eher unter der Bezeichnung Vorhängeschloss bekannt. Das abgebildete Hangschloss wird mit dem Schlüssel geöffnet. Es gibt auch Hangschlösser die über Rollen geöffnet werden. Das sind die Zahlenschlösser. Hangschlösser finden sich an Spinde, Kellerverschläge, an Ketten für Fahrrad und Motorrad, sowie an Koffer und sonstigen Behältnissen die über 2 Ösen oder einer Lasche gesichert werden. Der Hangschlossaufbau ist in der Regel immer gleich und besteht aus dem Schlosskörper, in dem die Verriegelungstechnik eingebaut ist, und einen Bügel, mit dem das Hangschloss zugemacht wird.

Hebelzylinder

Hebelzylinder

Ein Hebelzylinder kann zum verschließen vielerlei Behältnisse verwendet werden. Zum Beispiel für Briefkästen, Schränke, Spinde und Kassetten. Wenn der Hebelzylinder abgeschlossen wird, schwenkt der Hebel in eine Aussparrung oder hinter ein Schließblech. Der abgebildete Zylinder wird von innen mit Schrauben befestigt. Andere Modelle werden mit einer Spange/Klemmfeder oder Befestigungsmutter festgemacht.

KESO

Keso ist ein Hersteller und Lieferant u.a. von Türzylindern und Schließzylinder. Das Unternehmen gehört heute zu der Gruppe ASSA ABLOY.

Knackrohr

Zylinderknackrohr

Wenn ein Schließzylinder vorsteht, weil er nicht durch einen Beschlag gesichert ist, kann er mit dem Knackrohr abgebrochen werden. Dieses Werkzeug verwendet der Schlüsseldienst, es wird aber auch von Einbrechern benutzt.

Lochsperrer

Schlüsselloch-Sperrer

Wie unter Einbausicherung schon beschrieben, kann das Buntbart- und Chubb-Schloss mit einem Dietrich aufgemacht werden. Genauso kann das Schloss auch wieder mit dem Dietrich abgeschlossen werden. Man würde also nichts bemerken. Das soll der Lochsperrer bzw. der Schlüssellochsperrer verhindern. Dann muss das Schloss mit 2 Schlüssel bedienst werden, denn der Sperrer hat einen eigenen Schlüssel.

Öffner

Elektrischer Öffner.jpg

Ein solcher Öffner sitzt gegenüber dem Türschloss und hält die Falle fest. Wenn durch Knopfdruck Strom auf die Magnet-Spule des Öffners gegeben wird, entriegelt es einen Bolzen, sodass die Tür aufgedrückt werden kann. Das hörbare Summen ist für Außenstehende und gibt das Zeichen, dass gegen die Tür gedrückt werden kann.

PZ

PZ bedeutet Profilzylinder

PZ ist die Kurzform für Profilzylinder. Das kleine Bild zeigt einen Bohrmulden-PZ. Der passende Schlüssel hat keine Zacken sondern runde Mulden. Es gibt natürlich noch viel mehr Zylinderarten, aber das zu erklären würde viele Seiten benötigen. Hier möchte ich mich nur auf die Erklärung der Bezeichnung PZ beschränken.
Link: Mehr über Zylinder

Rohling - Schlüsselrohling

Rohling für einen Profilzylinder Schlüssel

Ein Schlüssel-Rohling wird vom Schlüsseldienst benötigt, um einen Schlüssel zu kopieren, oder um einen Schlüssel nach Nummer zu fertigen. Auch kann aus einem Rohling ein Schlüssel auf ein Schloss angefertigt werden, ohne dass ein Original-Schlüssel vorliegt. Entweder nach Code-Nummer oder wenn das Schloss auseinander genommen werden kann.

Früher wurden Rohlinge u.a. durch den Schmied, mit Hammer, Amboss und Feile hergestellt. In der heutigen Zeit werden die Rohlinge durch den Schlüsseldienst bei einem Hersteller bezogen.

Wenn jemand einen Schlüssel nachmachen lassen will, legt man den Originalschlüssel bei einem Schlüsseldienst vor. Wenn der Schlüssel nachmachbar ist, bedeutet, dass für den Schlüssel ein Rohling zu haben ist, dann sucht der Schlüsseldienst einen passenden Rohling aus seinem Sortiment.

Bei der Suche nach dem geeigneten/richtigen Rohling achtet der Schlüsseldienst u.a. auf:

  • das Schlossfabrikat/Herstellerangabe, z.B.: Abus, Börkey, Silca, usw.
  • die Profilangabe, z.B.: FH, VB, HV, A, usw.
  • die Schließungsnummer, z.B.: 2002, 3004, usw.
  • den Verwendungszweck, z. B.: Möbelschloss, Audi, Profilzylinder, Hebelzylinder, usw.
  • die Rohlingsbreite
  • die Halslänge
  • die Schaftlänge
  • die Spitze
  • der Rücken
  • und vor allen Dingen auf das Profil
  • beim BB-Schlüssel auf die Maße des Halms, Bart und Profil
  • Beim Buntbartschlüssel Zimmertürschlüssel kann eigentlich nicht mehr von einem echten Rohling die Rede sein, weil dieser Schlüssel oft schon passt, ohne das gefeilt werden muss. Jedoch wird ein gewissenhafter Schlüsseldienst den Buntbartschlüssel mit der Vorlage vergleichen und nötigenfalls nacharbeiten, damit der Kunde/in nicht noch einmal kommen muss.

    Rohling für einen Zimmertürschlüssel

    Wenn der richtige Rohling gefunden wurde, kann der Schlüsseldienst anhand des Originals mit einer Fräsmaschine, Bohrmuldenmaschine, oder/und einer Feile aus dem Rohling einen passenden Schlüssel anfertigen. Hier werden nur zwei Arten Rohlige erklärt, der Rohling für den normale Profilzylinderschlüssel und für den Zimmertürschlüssel. - Es gibt noch viele weitere Rohlingsarten, die der Schlüsseldienst benötigt. Doch soll hier nur anhand zweier Beispiele der Begriff Rohling bzw. Schlüsselrohling erklärt werden.

    Schließer

    Der Schließer für die Tür

    Ein Schießer ist die Kurzform von Türschließer. Die kleine Abbildung zeigt einen Schließer, der oben an die Tür angebracht wird. Ein guter Schließer arbeitet in mehreren Stufen, welche jede einzeln eingestellt werden kann. Diese Stufen regeln die Geschwindigkeit des Schließvorgangs, von ganz offen bis die Tür zu ist. Und wie weit die Tür aufgedrückt werden kann, damit sie nicht gegen die Wand schlägt. Die letzte Stufe beim schiessen ist der Endanschlag. Manchmal, wenn zum Beispiel eine dicke Dichtung überwunden werden muss, ist der Endanschlag nötig. Besser ist es jedoch, wenn der Endanschlag nicht gebraucht wird, weil es dann wesentlich leiser ist weil die Tür nicht zuknallt. Einen weiteren, sehr verbreiteten Schließer sieht man nicht, weil dieser im Boden eingelassen wurde. Dass es ihn gibt, erkennt man lediglich an einem Blech, durch den er verdeckt wird. Und natürlich daran, das die Tür wie von Geisterhand schließt. Alle Schließer arbeiten ähnlich. Immer übernimmt eine starke Feder den Druck, um die Tür zuzumachen. Diese Feder steht zwar schon unter Spannung, aber erst beim aufdrücken der Tür wird die Feder so feste gespannt, dass sie für den Schließvorgang genug Kraft hat. Und damit der Schließer die Tür nicht einfach zuwirft, muss Öl durch Düsen fließen. Die werden so eingestellt, dass das gewünschte Tempo stimmt.
    Link: Mehr über Schließer + Öffner

    Schlüsseltresor

    Ein Schlüsseltresor kommt in die WandDas Schlüsseldepot wird auf die Mauer gedübelt

    Die hier abgebildeten Schlüsseltresore sind kleine Behältnisse, um Schlüssel oder andere kleine Gegenstände aufzubewahren. Das linke Bild zeigt ein Modell, das eingemauert wird. Es wird mit einem halben Zylinder ausgestattet. Rechts ist eine Schlüsseldepot, auch Schlüsselgarage genannt, abgebildet, welche auf die Mauer gedübelt werden. Dies Box wird über ein integriertes Zahlenschloss bedient. Sinn des Schlüsseltresors oder der Schlüsselgarage, Schlüsseldepots ist es, einen Schlüssel zu deponieren, der nicht dauernd benutzt wird, oder wenn ein bestimmter Schlüssel immer an Ort und Stelle bleiben soll, damit mehrere Personen Zugang haben.

    Spion

    Tür-Spion

    Ein Spion, auch Türspion genannt, wird nachträglich in die Tür montiert. Dafür muss ein Loch durch die Tür gebohrt werden, damit der Spion eingeschraubt werden kann. Durch den Spion kann man von innen sehen, wer außen vor der Türe steht und ob man diese Person kennt oder nicht. Das Wort Spion könnte meinen lassen, dass ein Blick nach draußen spionieren ist. Tatsächlich ist ein Spion zur Sicherheit gedacht. Es gibt auch elektronische Tür-Spione. Dann befindet sich innen zusätzlich ein Bildschirm, ähnlich einem Smartphone, auf dem der Außenbereich zu sehen ist. Auch für den digitalen Spion muss ein Loch durch die Tür gebohrt werden, sodass die kleine Kamera durchgeführt und festgeschraubt werden kann.

    Überfalle / Panzer-Überfalle

    Überfalle, Panzer-Überfalle

    Eine Überfalle besteht aus 2 Teilen, der Öse und dem klappbaren Fallenteil. Die Überfalle dient als Verschluss an Türen, Verschläge, Kisten und Spindschränke. Häufig in Kellern verwendet, sichert die Überfalle auch Lattentüren. Die Pfeile kennzeichnen die Gelenke der Überfalle. Diese Gelenke erleichtern die Montage bei unterschliedlichen Höhen und ermöglichen, dass die Falle über die Öse geklappt werden kann. Zur Überfalle gehört ein Hangschloss, welches in die Öse der Falle befestigt wird und diese verschließt.

    Wilka

    Die Bezeichnung Wika entstand aus dem Namen Wilhelm Karrenberg. Die Firma produziert und liefert u.a. Schlösser und Zylinder für fast alle Bereiche.

    Zwangsschließung

    Die Zwangsschließung kommt bei vielen Schlossarten vor. Zum Beispiel an Poller, Hangschlösser und Tresore. Bei einer Zwangsschließung kann der Schlüssel erst abgezogen werden, wenn abgeschlossen wurde. Damit soll erreicht werden, dass das Schloss abgeschlossen wird, aber auch, dass der Schlüssel nicht vergessen wird und stecken bleibt.

    Die einfache Art der Erklärungen soll einen Überblick für den Laien schaffen. Weitere Beschreibungen und Bilder werden folgen. Für Vollständigkeit und Richtigkeit kann keine Haftung übernommen werden, weil evt. Namensänderungen oder Änderungen der Zugehörigkeit sowie evt. Änderungen der Produkte der Firmen nicht immer Zeitnah erneuert werden können.